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...und BITTE Kaum einer in unserem Business, der in den letzten Wochen nicht mit der Frage “Hast du schon die R. Kelly-Videos gesehen³ konfrontiert wurde. Es handelt sich hier um drei kleine Filmchen in gerade noch akzeptabler Qualität, die nur ansatzweise die sexuellen Vorlieben eines (musikalischen) Multitalents preisgeben, dafür aber eine echt peinliche Phantomstellung zum Zwecke der richtigen Kameraeinstellung und den typisch gelangweilten Umgang eines Stars mit Frauen und Fernbedienungen zeigen. Und alle fragen sich, wie konnten diese “Ausschnitte aus dem geheimen Leben des Robert K.³ nur in die Hände von New Yorker Straßenhändlern, damit ins Internet und so letztendlich auch auf meine und unser aller Festplatte gelangen? Der Mann ist erledigt. Von den Radiosendern in seiner Heimat (und in Gotham City) mit einem Bann belegt, wenden sich die einstigen Kollegen scharenweise von ihm ab, niemand will mit ihm zusammen auf den Covers der einschlägigen Musikmagazine abgelichtet werden, geschweige denn jemals wieder mit ihm in einem Studio stehen und sieben mal wöchentlich bittet Howard Stern um einen Interviewtermin! Das ist das Ende (der Fiesta). Schuld an dem Dilemma könnte eine gründliche Filzung seiner Mülltonne gewesen sein. Die Filmchen stammen wahrscheinlich von einer unachtsam entsorgten Videokassette (weil nicht gut genug für die Best of-Edition). Wer hat die denn da rausgeangelt? Ein gefeuerter Bodyguard, ein abgelegtes Homegirl oder die Putze, der das Gestöhne aus dem “Hobbykeller³ schon lange auf den Keks ging? Während ein halbes Dutzend von Herrn Kelly persönlich beauftragter Detektive (I believe I can spy) dieser Frage nachgehen, erwacht in mir ein abscheulicher Gedanke: Das ist doch kein Einzelfall! Nur mal angenommen, Dieter Bohlen hätte Bettgeräusche zum Zwecke des Sampelns mitgeschnitten, Jürgen Drews würde Viagra online bestellen, die Jungs von PUR hätten ihren Jahresbeitrag für den Swingerclub nicht bezahlt, Heiner Bremer hielte mit Ledermaske die Jubiläumsrede für den S/M-Club seines Vertrauens oder die Kelly-Family würde beim jährlichen Karnevalsschminken ihres wehrlosen Papas die Kamera draufhalten. Im Müll all dieser Herrschaften befänden sich Disketten, Kassetten, Fotos und Dokumente, die selbige mit einem Schlag für immer in die Versenkung geleiten könnten. Ich appelliere an das Bedienstetenpersonal in unserem Lande, mal so richtig sauber zu machen! Der Müll folgender Personen könnte Inhalte von unschätzbarem Wert für uns alle offenbaren: die Djots Ötzi und Bobo, der Herr Tabaluga, alle Griechen, die über Oberbayern singen, Schätzchen Glas, Rallig Siegel, Gott (hilf uns) Fischer, Karoline Reibach usw. Merke: Im Abfall dieser Welt liegt (offensichtlich) auch ihre Rettung. Matthias Matuschik für musicoutlook im April 2002. |
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