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Über die OZZmose Ich war nie ein Fan von BLACK SABBATH und somit auch keiner von OZZY OSBOURNE. Überhaupt habe ich mit Rockmusik ab und an Probleme. Bin mit Earth Wind & Fire groß geworden, mit Kurtis Blow und Grandmaster Flash. Hab nur selten Lederkluft getragen und darf bis heute mit meinem 1 b nur Motorräder bis zu 125 Kubik fahren. Lange Haare sind nicht mein Ding und keine Tätowierung ziert meinen Körper. Heute lasse ich neben Travis und Starsailor gerade noch Green Day und Weezer an mein Ohr. Aber seit einigen Wochen starre ich regelmäßig in die Glotze, immer dann, wenn wir der Familie Osbourne dank MTV in die Wohnhallen glotzen dürfen. Findige Produzenten haben die Texte von Ozzy und seiner Band genauestens analysiert und versucht, sie zum Leben zu erwecken. “Paranoid³ ist das, was wir da zu sehen bekommen, ein “Psycho man³ in der Rolle seines Lebens, “Selling my soul³ wäre auch ein treffender Show-Titel gewesen und irgendwie passt sogar “Electric funeral³ (sorry, Ozzy)! Er hat es geschafft. Ich beschäftige mich mit seinem gestrigen Lärm und finde Zugang! Das wollte er mir also damals mitteilen. “Ozzy, ich bin Dein Mann³! Bestimmt haben aufgrund der erschütternden Einsichten in das Privatleben dieses Rockveterans unzählige längerbehaarte, teiltätowierte Lederjackenträger in den letzten Wochen ihre komplette BLACK SABBATH-Plattensammlung zum Flohmarkt gebracht und bei Rock im Park/Rock am Ring aus Protest zu JEWEL geheadbangt. Wie selbstverständlich gucken sie nur noch VIVA und überlegen wahrscheinlich, ihrer Frau in Zukunft bei den Einkäufen zu helfen. Ich aber sage: “Bravo Ozzy, geile Show!³ Gut, er muss auf der Bühne seine Texte wie Heiner Bremer vom RTL-Nachtjournal vom Teleprompter ablesen, die Koordination von Stimme, Mimik und Gestik hat was von einer Commodore C 64-Annimation und vermutlich ist er auch noch inkontinent, aber drauf geschissen: Hier lebt einer seinen Traum. Konsequent bis zum letzten Zucken. Ehrlich, geradeaus, hochdotiert, Millionen wollen es hören und sehen. Das ist Rock n¹ Roll! Keine Kunst ist¹s, alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen. Danke, Goethe! P.S. Ich werde das Gefühl nicht los, der geschätzte Kollege Ringlstetter ist da anderer Meinung. Mal sehen, was passiert, wenn ein Kamerateam plötzlich vor seiner Tür steht?! Matthias Matuschik im Mai 2002 für musicoutlook |
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